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Kraft und Koordination beim Muskeltraining

Wenn man über die Entwicklung der Muskelkraft spricht, muss man sowohl die rein mechanischen Aspekte, die sie charakterisieren, als auch die neuronalen Aspekte der Koordination berücksichtigen, die sich so gut wie möglich ergänzen müssen, um die Leistung zu optimieren.

Eine Kraftzunahme hängt in erster Linie mit einer Steigerung der kontraktilen Kapazität des Muskels zusammen, die seiner Fähigkeit entspricht, Spannung zu entwickeln.

Ausgehend von dem physikalischen Prinzip, dass Kraft das Produkt aus Masse mal Beschleunigung ist, lässt sich leicht ableiten, dass ein Muskel mit einer größeren Querschnittsfläche eine größere Kraft entwickeln kann. Aus mechanischer Sicht bedeutet eine Vergrößerung des Volumens eines Muskels – z. B. durch Elektrostimulation -, dass auch seine Kraft entsprechend zunimmt.

Die Messung oder das Training von Kraft, verstanden als die von einem einzelnen Muskelbereich ausgedrückte Spannung, ist jedoch nur in einem akademischen oder „in vitro“-Kontext sinnvoll; in der Realität ist sie einschränkend, da sie unzählige andere Faktoren nicht berücksichtigt, die am Ausdruck der Kraft selbst beteiligt sind.

In der Tat wird die Kraftleistung auch stark von Aspekten der Muskelkoordination bestimmt.

Diese Art der Kontrolle findet sowohl auf intramuskulärer als auch auf intermuskulärer Ebene statt, d. h. sowohl im Muskel selbst als auch auf der Ebene der so genannten synergistischen und antagonistischen Muskeln.

Auf der intramuskulären Ebene bewirkt eine gute Koordination, dass die motorischen Einheiten des Muskels auf der zeitlichen Ebene in perfekter Synchronität zusammenarbeiten; in ähnlicher Weise sorgt eine optimale intermuskuläre Koordination dafür, dass mehrere synergetische Muskelgruppen als Team zusammenarbeiten, um die Leistung zu optimieren.

Synergistische Muskeln sind diejenigen, die an der Ausführung der Bewegung beteiligt sind – wenn auch mit einer nicht-dominanten Rolle -, indem sie die Anzahl der aktiv beteiligten Muskelfasern erhöhen und somit den durch die Geste selbst ausgedrückten Kraftwert steigern. Das klassische Beispiel ist die Beugung des Unterarms: Der Musculus biceps brachii, der Musculus brachialis und der Musculus brachioradialis wirken synergetisch, da sie miteinander kooperieren, um die Beugebewegung zu ermöglichen.

Eine weitere wichtige Rolle der Synergiemuskeln besteht darin, die Stabilität des Muskelbereichs zu erhöhen, wodurch die Wirksamkeit der Kraftentwicklung gesteigert wird. Um seine Funktion zu verstehen, können wir uns vorstellen, was passiert, wenn wir eine Kraftgeste in einer stabilen oder instabilen Position ausführen: Die stabile Position ist eine Voraussetzung für eine optimale Kraftentfaltung, da alle beteiligten Muskeln entsprechend dieser Zielsetzung aktiviert werden können, während in einer instabilen Position ein großer Teil der nervlichen Kontrolle der Verbesserung der Position gewidmet ist, wodurch die Kraftentfaltung weniger effektiv ist.

Die Antagonistenmuskeln spielen ebenfalls eine grundlegende Rolle bei der Kontrolle der Bewegung und begünstigen die dynamische Stabilisierung durch die Optimierung bestimmter biomechanischer Aspekte. Diese Muskeln wirken den Agonisten entgegen, indem sie sich entspannen und verlängern, um die ausgedrückte Gesamtkraft nicht zu verringern. Um auf das Beispiel der Unterarmbeugung zurückzukommen: Der Trizeps ist antagonistisch zum Bizeps brachii.

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